Traunstein (1691m) 26.08.2017

Eine aussichtsreiche und zugleich eine der schweißtreibensten Touren die wir heuer gemacht haben.

Wir haben uns für den Aufstieg über den Naturfreundesteig entschieden und für den Abstieg den Marialmsteig. Eine schöne Rundwanderung die bei großer Hitze ganz schön auf die Substanz gehen kann.

Leider konnten wir unsere Tour nicht so früh starten als wir es uns eigentlich vorgenommen hatten. Wer kennt das nicht, man will sich den Wecker auf 05:00 Uhr stellen, doch er geht dann doch nicht zur gewünschten Zeit ab und man wird von den Sonnenstrahlen geweckt, doch das erst zwei Stunden nach der geplanten Weckzeit.

Wenigstens hatten wir unsere Sachen schon am Vortag gepackt und wir mussten nicht noch zusätzlich Zeit verschwenden und konnten gleich losfahren.

Nach ca. 50 Minuten Fahrtzeit waren wir schon kurz vor unsere Zustiegstelle, das Ostufer des Traunsees. Doch leider kam ein weiteres Problem dazu, nämlich dass der von uns geplante Parkplatz voll war und von dort aus die nächsten 3 Kilometer kein weiterer Parkplatz frei war. So mussten wir wieder ziemlich weit hinausfahren und danach wieder einen 30-minütigen Fußmarsch zu unserer geplanten Einstiegsstelle hinlegen.

Wenigstens war das Wetter auf unserer Seite, wenn es schon der Rest nicht war. Doch wer kennt diese Tage nicht, wo man einfach an Ort und Stelle heimfahren und den Hut draufhauen möchte?

Schlussendlich gingen wir los getreu dem Motto: „Es kann nur besser werden!“

Vom GH Moaristidl führt uns eine Forststraße etwas oberhalb des Ufers nach Süden. Nach ca. 30 Minuten Gehzeit kommen zwei Tunnel. Am Ende des zweiten Tunnels ist auf der linken Seite der Zustieg des Naturfreundesteiges.

ein kleiner Lageplan für die Wegfindung

Der Steig ist im A-B Schwierigkeitsgrad, also ist ein Klettersteigset nicht zwingend notwendig, jedoch sollte man einen Helm tragen, da es bei  einigen Stellen durchaus zu Steinschlägen kommen kann.

Der gesamte Steig ist sehr gut versichert und relativ einfach zu besteigen.  Er bietet sehr viele Schöne Aussichtsplätze auf den Traunsee und dessen Umgebung.

Nur wenige Meter nach dem Einstieg bekommen wir diese Tolle Aussicht präsentiert.

Der Steig selber ist ein Wechsel aus Waldwegen und felsig-gerölligem Steigen. Der Steig hat im gesamten nur zwei „Schlüsselstellen“  Die eine Schlüsselstelle ist die ca. 7 Meter lange Leiter (fest fixiert) und eine Felswand mit eingebauten Metallstufen. Sollte man doch etwas Höhenangst bekommen sollte man sein Klettersteigset mitführen, um sich bei den Schlüsselstellen sichern zu können.

Die erste Schlüsselstelle „Die Eisentreppe“
Schlüsselstelle 2 : „Die Leiter“

Da wir erst um 10:00 vom Zustieg gestartet sind, bekamen wir die ganze Mittagshitze zu spüren und es war wirklich nicht mehr lustig. Gottseidank haben wir genug wasser mitgenommen, denn während des Aufstiegs gibt es keine Wasserstellen. Bei gefühlten 50°C in der prahlen Sonne war schon jeder Schritt anstrengend.

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“ Einmal Zimmer mit Seeblick bitte ! „

Doch endlich sahen wir schon das Naturfreundehaus und es war nicht mehr weit. Bevor man die Hütte erreicht muss man noch über die Westseite über ein Schotterkar hinauf. Auch hier sind wieder zusätzlich Stahlseile fixiert und ermöglicht einen gefahrlosen Aufstieg.

Auch vom Schotterkar aus, bekommt man eine gewaltige Aussicht, die schöner nicht sein könnte
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Auch hier ist alles sehr gut versichert

Hat man das Naturfreundehaus erreicht, so sind es noch ca. 20 Minuten bis zum Gipfel des Traunsteins.

Ein eher hügeliger Pfad führt uns die letzten paar hundert Meter Richtung Gipfel.

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Endlich haben wir es geschafft und diesmal waren wir wirklich froh, angekommen zu sein, denn die Hitze machte uns schon ganz schön zu schaffen.  Doch der wundervolle Ausblick vom Traunstein ließ uns wieder alles vergessen. Das Gebirge rund um den Traunstein ist auch die Grenze von den Alpen zum oberösterreichischen Flachland. Auch schön auf den Fotos zu sehen.

Nach der „Hitzeschlacht“ haben wir uns eine Stärkung in der „Gmunderhütte“ verdient.

Einen deftigen Hütteneintopf mit einer Weißbier-Halben hab ich mich für die Strapazen belohnt!

Klingt doch sehr verlockend oder??

Der Abstieg erfolgt über den Marialmsteig. Bevor man von der Gmunderhütte zum Naturfreunde Haus kommt, geht der Steig nach links weg.

Der Weg besteht aus Felsplatten und Schotter, daher sollte man auch gut aufpassen beim Abstieg um nicht auszurutschen. Folgt man den Steig für ca. 20 Minuten, dann bekommt man noch die Möglichkeit sine Trinkflaschen aus einer Quelle aufzufüllen. Das war auch für uns wichtig, da wir beim Aufstieg unsere 3Liter beinahe verbraucht hatten.

Am Weg Richtung Tal über den Marialmsteig

Am Ende des Steiges gelangt man in den Wald, wo eine Forstraße zurück zum Ausgangspunkt, GH Moaristidl führt. Normalerweise gehe ich zu meinem Auto zu Fuß, doch das wollten wir uns nicht mehr antun, da die Tour auch so schon fast 7 Stunden in Anspruch nahm. So ruften wir ein Taxi, welches uns zum Auto „frei Haus“ lieferte. Die 3 Euro waren es diesmal echt wert und ich stehe dazu! ;D

Mei Fazit:

Wer die Tour genießen möchte und nicht den halben Vormittag mit der Parkplatzsuche verschwenden möchte, der sollte auf jeden Fall um spätestens 06:00 beim Einstieg sein. Trotz der Hitze war es ein wunderschöner Tag am Traunstein und ich kann jedem diese Tour weiterempfehlen.

Tourdaten:             

Distanz: 11,3km    Aufstieg: 1295m       höchster Punkt: 1691m

Dauer: 6 – 8,5 Stunden

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