Großglockner – Ultratrail 2017

Ein Trailrunning-Abenteuer durch Österreichs schönste Gletscherwelten der dein Herz höher schlagen lässt. Und daran ist nicht nur die schöne Landschaft schuld. 🙂

Ich nahm heuer am „Glockner-Trail“ teil, welcher mit 50Kilometern  und 2000 Höhenmetern die zweitlängste Wertung in diesem Bewerb ist.

Start war um 07:00 Uhr in Kals (1300m) am Großglockner (Osttirol) und die Strecke führe rund um den Großglockner nach Kaprun (Salzburg), wo auch das Finish des 110km und des 30km Laufes war.

Die Spannung steigt. Nur mehr wenige Minuten bis zum Start

 

Der Startschuss war gefallen und es regnete, was am Anfang schon etwas demotivierend wirkt, doch immer noch besser als Temperaturen über 30°C. Die ersten 10 Kilometer führten in die Daberklamm und danach vorbei am Kalser Tauernhaus. Ich kam mit einem guten Tempo voran und das musste ich auch, da es hier nicht wesentlich anstieg.

 

Beim Durchlaufen der Daberklamm

 

Ab Kilometer 16 drehte die Strecke nach Nordosten auf  den Kalser Tauern(2518m) wo der erste der zwei Pässe erreicht wurde . 1200 Höhenmeter und ca. 17 Kilometer waren geschafft und von hier ging es wieder bergab auf ca. 1900m Seehöhe am Weissee und am Mooserboden vorbei. Hier konnte ich in den Bergabpassagen wieder richtig Tempo aufnehmen und meine Stärke im Bergablaufen ausspielen.

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Bei 20 Kilometern (Weissee) war auch der Start der 30km Läufer und von dort begann es wieder mit Bergauf- Bergaufteilen zu wechseln. Hier war die erste große Labestation und ich füllte meine Energie wieder auf. Mir war wichtiger, dass ich mich für 2-3 Minuten in Ruhe stärkte, als überhastet zum letzten Anstieg zu kommen.

 

Nach der Labestation bei km 30 konnte ich wieder richtig Fahrt aufnehmen!

 

Bei Kilometer 24 begann der letzte und auch schwerste Anstieg auf das Kapruner Thörl (2639m). Bis zum Anstieg war ich konditionell in sehr guter Verfassung und auch die Kräfte in meinen Beinen hatten noch Reserven. Also begann ich zu taktieren. Ich nahm beim letzten Anstieg etwas mehr Tempo heraus, um mich nicht zu sehr auszupowern.

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Mittlerweile traf ich auch auf die beiden Führenden des 110km Laufes (Klaus Gösweiner und Gerald Sancho Fister), die nach ca. 80km einen extrem „relaxten“ Eindruck machten.

Ich probierte erst gar nicht mit den Beiden das Tempo aufzunehmen und konzentrierte mich nur auf die letzten 300hm Anstieg.

Endlich erreichte ich das Kapruner Törl bei 26 Kilometern. Der Abstieg vom Törl spielte mir wiederum gut in die Karten, da die Steinfelder und das technisch sehr Anspruchsvolle Terrain genau meine „Spielewiese“ ist.

Vom Kapruner Törl gings übers Schneefeld bergab

 

Etwas weiter herunten ist ein Schneefeld bergab zu bewältigen. Dies erwies sich für mich als sehr anstrengend, da es kein weicher Schnee war, sondern ein Gemisch aus Eis und darunter befindlichen Felsbrocken. So konnte man nur am Schneefeld hinunterrutschen, was sehr auf die Oberschenkelmuskulatur ging.

Die Downhill-Passage ließ ich hinter mir und ich kam bei Km30 am Stausee Mooserboden vorbei. Wieder führt die Strecke leicht steigend und sinkend zum Stausee Wasserfallboden.

 

Ich stärkte mich bei 35 Kilometern noch bei der letzten Labestation. Auch hier nahm ich mir ein paar Minuten Zeit um meine Regenjacke zu verstauen und noch etwas Wasser im Trinkrucksack einzufüllen.

Von der Labestation führte die Strecke über einen Wanderweg neben der Kesselfallstraße hinunter bis man unten an der Talstation der Kitzsteinhorn Seilbahn rauskam.

Ein kurzer Blick auf meine Uhr und ich sah, dass ich mein Ziel unter acht Stunden zu bleiben ziemlich leicht erreichen würde.

Die letzten sechs Kilometer waren angebrochen. Auch wenn es meist nur mehr geradeaus ging, schien es so, als würde der Weg kein Ende mehr nehmen. Zusätzlich stiegen die Temperaturen an und es begann wieder der Kampf mit mir selber. Aber diesmal sollte meine Willenskraft siegen. Ich schaltete den Kopf aus und lies meine Beine die Arbeit machen.

Endlich, ich war auf der Zielgeraden und ich ließ mich die letzten Meter vom Puplikum ins Ziel tragen. FINISH!! Für meinen obligatorischen „Hochsprung mit Juchitza“ war immer noch genügend Kraft vorhanden.

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Ich konnte den GGUT mit 50 Km und 2000 Hm in einer Zeit von 07:39:00 finishen. Ich bin sehr zufrieden damit, da ich erst 3 Wochen zuvor noch am 12h Ultralauf teilnahm und daher vor dem Event größten Respekt hatte. Ich hatte auch keine Schmerzen oder Spatzen in den Beinen, auch nicht die Tage darauf.

Auf jeden Fall wird dieser Lauf im Jahr 2018 wieder auf meiner Liste stehen. Und vielleicht nehme ich das 110km Projekt in Angriff, aber dafür habe ich noch ein Jahr Zeit.

Hierbei möchte ich noch meinem „Ortsnachbar“ Klaus Gösweiner zu seinem gemeinsamen Sieg   mit Gerald Sancho Fister beim 110km/6500hm GGUT (neue Rekordzeit) gratulieren.

Auch die Schladmingerin Johanna Erhart konnte den Weissee Gletscherwelttrail 30km/1000m mit neuer Bestzeit für sich entscheiden und ihre Vorjahresbestzeit um über 15 Minuten verbessern.

Der Lauf hat wieder gezeigt, dass wir im Ennstal wirklich starke Läufer haben auf die wir sehr stolz sein können!

 

Unbenannt

 

 

 

 

 

Die Rennen: 

GroßglocknerULTRATRAIL                 110km 6500hm

GlocknerTRAIL                                      50km 2000hm

Weissee GLETSCHERWELT TRAIL

30km  1000hm

GGUT 110/2                                ( Läufer/in 1) 62km 4500hm

(Läufer/in2)   48km 2000km

 

Weitere Infos zur Veranstaltung unter:       https://www.ultratrail.at/

Better be there! 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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